Das Projekt

Wie lassen sich die enormen Potentiale der Geothermie in unserer Region anzapfen? Die Grundidee ist im Niedersachsenpark in Rieste neben der Autobahn A1 einen Schacht bis auf eine Tiefe von 5.000 bis 6.000 Meter in den Boden zu bohren. Eine vertikal aufgestellte Tunnelbohrmaschine könnte diese Bohrung vorantreiben. Danach ließen sich acht diagonale Bohrungen am Ende des Schachtes in den Erdmantel setzen.
In dieser Tiefe findet man Sandsteinschichten mit einer Temperatur von 180 Grad vor. Das sind ideale Bedingungen für die Geothermie. Dazu wird Wasser in das poröse Gestein gepumpt. 200 Meter weiter lässt sich dann extrem heißer Wasserdampf gewinnen und mit einer Dampfturbine ganz klassisch Strom erzeugen. Die Restwärme kann nach der Stromerzeugung in Fernwärmenetze eingespeist und weiter genutzt werden. Vorstellbar sind auch große Gewächshauskomplexe in unmittelbarer Nähe der Bohrung die das weitgehend abgekühlte Wasser zusätzlich zum Beheizen der Gewächshäuser nutzen können. Das könnte auch die Lebensmittelproduktion nachhaltiger machen.
Das Potential ist enorm. Das Energiepotenzial schätzt er auf 500 Megawatt – das wäre ein halbes Atomkraftwerk. Die Wärme aus einem einzigen der 8 Bohrungen könnte eine Stadt wie Bersenbrück mit Wärmeenergie versorgen.

Nachhaltig und CO₂-neutral