Erneuerbare Energien wie Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie sind ein Schlüssel zur Bewältigung der Klimakrise und zur Schaffung einer nachhaltigen Energiezukunft. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern (Kohle, Gas) und der Atomkraft bieten sie vielfältige Vorteile – ökologisch, wirtschaftlich und sozial.

1. Klimafreundlichkeit und Emissionsreduktion
Erneuerbare Energien:
Verursachen während des Betriebs keine direkten Treibhausgasemissionen.
Tragen maßgeblich zur Reduktion von CO₂ und anderen Schadstoffen bei.

Kohle:
Verantwortlich für 30 % der globalen CO₂-Emissionen sowie giftige Nebenprodukte wie Schwefeldioxid, Stickoxide und Feinstaub.
Kohlekraftwerke gehören zu den größten Klimasündern.

Gas:
Zwar geringere CO₂-Emissionen als Kohle, aber durch die Verbrennung von Methan (CH₄) entsteht dennoch CO₂.
Methanaustritte bei Förderung und Transport (Methan ist 25-mal klimaschädlicher als CO₂).

Atomstrom:
Im Betrieb fast CO₂-frei, aber der gesamte Lebenszyklus (Uranabbau, Anlagenbau, Endlagerung) ist energieintensiv und nicht klimaneutral.
Erzeugt radioaktiven Abfall, der über Jahrtausende sicher gelagert werden muss.

2. Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch
Erneuerbare Energien:
Nutzen unerschöpfliche Ressourcen wie Sonne, Wind, Wasser und Geothermie.
Keine Verknappung – die Energiequellen regenerieren sich kontinuierlich.

Kohle & Gas:
Fossile Brennstoffe sind endlich und werden in wenigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten erschöpft sein.
Ihre Förderung zerstört Ökosysteme (z. B. durch Tagebau, Fracking oder Gaslecks).

Atomstrom:
Uran ist ein begrenzter Rohstoff; abbaubare Vorkommen reichen nur noch für etwa 80–100 Jahre.
Uranabbau kontaminiert Böden und Grundwasser mit radioaktiven Stoffen.

3. Sicherheit und Risiken
Erneuerbare Energien:
Keine Risiken für schwere Unfälle oder Langzeitschäden.
Technologien wie Solaranlagen oder Windräder sind risikoarm und dezentral einsetzbar.

Kohle:
Bergbau führt zu Umweltkatastrophen (z. B. Grundwasserverseuchung, Einsturz von Minen).
Luftverschmutzung verursacht jährlich Millionen vorzeitiger Todesfälle weltweit.

Gas:
Risiko von Pipeline-Explosionen und Leckagen.
Fracking (bei Schiefergas) kann Erdbeben auslösen und Trinkwasser belasten.

Atomstrom:
Gefahr schwerer Reaktorkatastrophen (Tschernobyl, Fukushima).
Radioaktiver Abfall stellt ein unlösbares Langzeitproblem dar.

4. Wirtschaftlichkeit und Kosten
Erneuerbare Energien:
Kosten sinken kontinuierlich durch technologische Innovationen (z. B. günstiger Solarstrom).
Schaffen lokale Arbeitsplätze in Installation, Wartung und Forschung.

Kohle & Gas:
Abhängig von schwankenden Weltmarktpreisen (z. B. durch Kriege oder Lieferengpässe).
Folgekosten für Umweltschäden und Gesundheit werden auf die Gesellschaft abgewälzt.

Atomstrom:
Extrem hohe Investitions- und Entsorgungskosten (Bau, Rückbau, Endlager).
Subventionen und staatliche Haftung machen Atomkraft wirtschaftlich unattraktiv.

5. Energieunabhängigkeit und Dezentralität
Erneuerbare Energien:
Ermöglichen eine dezentrale Versorgung – Haushalte, Gemeinden oder Unternehmen können selbst Strom produzieren.
Reduzieren Abhängigkeit von Importen und globalen Krisen.

Kohle, Gas & Uran:
Fossile und nukleare Rohstoffe sind oft in politisch instabilen Regionen konzentriert (z. B. Gas aus Russland, Uran aus Kasachstan).
Zentralisierte Großkraftwerke sind anfällig für Lieferunterbrechungen.

Fazit
Erneuerbare Energien sind nicht nur unverzichtbar für den Klimaschutz, sondern auch sicherer, zukunftssicherer und sozial gerechter als Kohle, Gas oder Atomstrom. Während fossile Energien die Umwelt zerstören und atomare Risiken unkalkulierbar bleiben, bieten Solar-, Wind- und Wasserkraft eine saubere, bezahlbare und resiliente Alternative. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit – für eine lebenswerte Welt und kommende Generationen.

Funfact: Die Energieerzeugung der Photovoltaik schlägt sogar die Natur:

Photosynthese

Effizienz: < 3 %

Photovoltaik

Effizienz: 20 % und mehr