Wie können wir in Zukunft sicher unseren Energiebedarf decken, ohne von fossilen Brennstoffen abhängig zu sein?
Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Trotz des Ausbaus der Photovoltaik und der Windkraftanlagen an Land und in den Offshore Windparks auf See brauchen wir dafür eine gesicherte Stromversorgung. Der zukünftige Energiemix benötigt weitere Komponenten um die Stromversorgung zu sichern wenn Wind und Sonne nicht ausreichen, um den Strombedarf zu decken. Heute sind das noch Kohle- und Gaskraftwerke. In Zukunft werden es vor allem Wasserstoffkraftwerke sein. Sie verfeuern mit erneuerbaren Energien produzierten Wasserstoff dann, wenn zu wenig Wind- und Solarstrom zur Verfügung steht.
Eine bisher kaum genutzte Energiequelle stellt die Geothermie dar. Geothermie ist die Gewinnung von Energie aus der Wärme im Erdinneren. Die tiefe Geothermie nutzt dabei Lagerstätten, die in größeren Tiefen als 400 m unter der Erdoberfläche erschlossen werden. In Norddeutschland sind Areale in ausreichender Tiefe vorhanden, um wirtschaftlich Strom zu erzeugen und die Wärme zu nutzen. Dabei ist die geothermische Energie nicht nur CO₂-neutral, sondern auch grundlastfähig: Sie lässt sich auch nutzen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.
In unsere Region gibt es eine geologische Besonderheit: den Bramscher Pluton. Während der Kreidezeit stieg unter dem südwestlichen Niedersächsischen Becken Magma auf und erstarrte in einer Magmakammer relativ nah an der Erdoberfläche. Dabei wurden die älteren Gesteinschichten an die Erdoberfläche gepresst. Kiwi möchte die relativ hohen Temperaturen in unmittelbarer Nähe der Erdkruste für geothermische Wärme nutzen.

